Cayennepfeffer
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Cayennepfeffer Detail

Cayennepfeffer

Feurige Würze der Indios & Azteken.

Cayennepfeffer (Capsicum frutescens L.)

Cayennepfeffer ist nicht wie der Name vermuten lässt eine Pfeffersorte, sondern das Gleiche wie Chili. Somit ist er mit der Paprika verwandt, jedoch um ein Vielfaches schärfer. Cayennepfeffer zählt zu den schärfesten Gewürzen, die in der Regel in der Küche als Gewürz verwendet werden. Er ist ca. 20-mal schärfer als Paprika. Verantwortlich hierfür ist der hohe Capsaicin-Gehalt. Zur Herstellung werden die Früchte der Chilisorte Cayenne getrocknet und schließend zu einem feinen Pulver verarbeitet. Da er sehr scharf ist, sollte er nur vorsichtig dosiert werden. Er passt zu Fleischgerichten aller Art und zu vielen indischen, indonesischen, chinesischen, spanischen und portugiesischen Gerichten.

Namensgebung

Angeblich soll der Name des Cayennepfeffers von der Hafenstadt Cayenne auf Guyana herrühren. Die Teufelsinseln gaben den gemahlenen Chili vielleicht auch weiteren Namen Teufelspfeffer. Andere Quellen besagen, dass es von der Pflanze Cayenne kommt.

Geschmack

Cayennepfeffer schmeckt feurig, beißend scharf. Er gehört zu den schärfsten Gewürzen in der Küche. Sein Scoville-Wert liegt zwischen 30.000 und 50.000 Einheiten. Dies ist ca. 20-mal schärfer als eine Paprika. Neben der Schärfe besitzt er einen leicht bitteren Geschmack. Werden die Chili-Schoten der Cayenne-Pflanze während der Trocknung geräuchert, erhält das gemahlene Pulver ein leicht rauchiges Aroma.

Gerichte / Rezepte

Cayennepfeffer hat einen Siegeszug aus Südamerika rund um die Welt hinter sich. In Indien und Indonesien gibt es kaum eine Speise, die nicht damit gewürzt wird. Auch in chinesischen Reisgerichten und in der spanischen, portugiesischen und der afrikanischen Küche ist er fester Bestandteil. Cayennepfeffer eignet sich überall, wo feurig scharfe Fleischgerichte gewünscht sind. Also probieren Sie es doch einfach einmal für Ihr Barbecue oder bei Ihrer nächsten Grill-Party aus.

Chili - eine Paprikapflanze

Daneben ist Cayennepfeffer auch Bestandteil wunderbarer Gewürzpasten wie Tabasco oder Sambal Oelek.

Curry-Mischung

Cayennepfeffer bildet zusammen mit anderen Gewürzen in manchen Rezepten die beliebte Curry-Mischung.

Ersatz

Sollten Sie einmal keinen Cayennepfeffer zur Hand haben, erfahren Sie hier welches Gewürz der beste Ersatz ist, ohne den Geschmack des Gerichtes zu verfälschen.

Verwendung

Da Cayennepfeffer eines der schärfsten Gewürze ist, sollte man dieses auch sehr sparsam zum Würzen einsetzen. Bereits eine kleine Prise gibt dem Gericht eine feurige Schärfe. Auch kann die Schärfe schnell über den Geschmack der anderen Gewürze dominieren. Da Capsaicin nicht verkocht, kann es bereits zu Beginn hinzugegeben werden, jedoch bleiben der charakteristische Geruch am besten erhalten, wenn man erst kurz vor dem Ende der Garzeit die Speisen damit würzt.

Chili - am Markt kaufen

Herstellung

Zur Herstellung des Cayennepfeffers werden die Chilischoten der Cayenne-Pflanze getrocknet und anschließend gemahlen. Um ihnen ein rauchigeres Aroma zu verleihen, werden die Schoten gerne auch bei der Trocknung geräuchert.

Unterschied Cayennepfeffer vs. Chilipulver

Der Geschmack und die Schärfe des Cayennepfeffers können gelegentlich abweichen. Verantwortlich hierfür ist, dass im Handel nicht selten Gewürzpulver bzw. Chilipulver aus anderen Chilisorten unter dem Name Cayennepfeffer verkauft. Der Unterschied zwischen Chilipulver und Cayennepfeffer ist dabei in den meisten Fällen lediglich die Sorte der Schoten. Gelegentlich werden aber auch andere Gewürze dem Pulver beigemischt. Finden Sie hier die Erklärung was genau der Unterschied zwischen Cayennepfeffer und Chilipulver ist.

Gewürzkarte Cayennepfeffer

Cayennepfeffer
Weitere BezeichnungenCayenne Pfeffer, Spanischer Pfeffer, Teufelspfeffer
Schärfegrad:5-6 Grad
Geschmackfeurig, beißend scharf
Herkunft:Südamerika, Mittelamerika
Verwendung:Sparsam, wenige Minuten vor dem Ende der Garzeit
Gerichte:Pikante Soßen, Grillsoßen, Marinaden und Beizen, Würzen von Fleischgerichte, Schweinefleisch, Geflügel, Wild, Meerestiere, Krustentiere und Fisch, Schmorbraten, Sauerbraten, Hammel, Chili con Carne, Gemüseauflauf, Reisgerichte, Suppen, Bohnensuppe, Gulasch, Tomatengerichte, Kartoffelgerichte, Ragouts, Eiergerichte, Dips, Dressing, Wurstsalate, Fleischsalate, Curry-Gewürzmischung
Lagerung:trocken, luftdicht, lichtgeschützt & kühl
ErsatzChilipulver, Chiliflocken
Haltbarkeit:ca. 12 Monate

Lagerung

Cayennepfeffer sollten Sie, wie die meisten anderen Gewürze, idealerweise in einem fest verschlossenen Behälter z.B. doppelt verschließbarer Gewürzdose lagern. So ist er dunkel, kühl und trocken gelagert und behält über mehrere Monate seine Schärfe und Aroma.

Herkunft

Die Chili bzw. der Cayennepfeffer kommt ursprünglich aus Südamerika, wo die Chilipflanze Cayenne wächst. Bereits die Indios Perus und des Amazonas sowie die Azteken sollen über Jahrtausende diese Pflanze kultiviert, geerntet und als Gewürz und Heilmittel geschätzt haben. Mit der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus wurde die Schote weltweit bekannt und fand so seinen Weg in die spanische, portugiesische, indische, indonesische und chinesische Küche. Noch heute wird Cayenne überwiegend in Mittel- und Südamerika angebaut und geerntet.

Gesundheit

Cayennepfeffer enthält viel Vitamin C, mehr als normale Zitrusfrüchte. Daneben wirkt das enthaltene Capsaicin positiv auf das Wohlbefinden, da durch dieses mehr körpereigene Endorphine ausgeschüttet werden. Daneben werden die Durchblutung und der Stoffwechsel angeregt. Dies macht die Schärfe auch beliebt bei denjenigen, die abnehmen wollen und sich diesen positiven Effekt versprechen. Capsaicin besitzt zudem eine schleimlösende und entzündungshemmende Eigenschaft.

Tipp: Was tun gegen die Schärfe im Mund

Sollte Ihnen einmal der Mund vor Schärfe brennen, so hilft kein Wasser oder Bier. Im Gegenteil, diese verstärken häufig nur den Effekt der Schärfe. Damit der Schmerz nachlässt hilft zum Beispiel etwas Milch. Da Capsaicin fettlöslich ist, wird so schnell die Schärfe im Gaumen gebunden. Ein weiteres Hausmittel gegen die Schärfe ist das kräftige Kauen von Brot im Mund.

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